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Lederschuhe professionell färben: Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Lederfarbe
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Lederschuhe professionell färben: Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Lederfarbe

Haben Sie ein Paar gute Lederschuhe im Schrank, die etwas verblasst sind oder deren Farbe Sie einfach nicht mehr mögen? Anstatt sie wegzuwerfen, können Sie ihnen ein zweites Leben schenken. In dieser Anleitung zeige ich Ihnen, wie Sie die Farbe Ihrer Lederschuhe selbst und professionell ändern können. Das ist keine Zauberei, sondern ein handwerklicher Prozess, der Geduld und Genauigkeit erfordert, aber das Ergebnis kann wirklich zufriedenstellend sein. Den Schwierigkeitsgrad würde ich als mittel einstufen – man muss kein Meister im Täschnerhandwerk sein, aber man sollte methodisch an die Aufgabe herangehen.

Bevor wir anfangen, lassen Sie uns eine wichtige Sache klären. Umgangssprachlich sprechen wir vom „Bemalen“ von Schuhen, aber im Lederhandwerk tragen wir selten eine vollständig deckende Farbe auf, die eine neue, künstliche Schicht auf der Oberfläche bildet. Wir werden das Leder „färben“. Dazu verwenden wir spezielle, penetrierende Lederfarben, die in die Struktur der Narbenseite eindringen und deren Farbe dauerhaft verändern, während das natürliche Aussehen und die Eigenschaften des Materials erhalten bleiben. Das ist wie das Beizen von Holz, nicht wie das Lackieren mit Emaille. Dadurch bleibt das Leder atmungsaktiv, und die Farbe ist tief und abriebfest. Dieser Prozess eignet sich hervorragend für Schuhe aus glattem Narbenleder, und die Grundregel ist einfach: Wir färben immer von einer helleren zu einer dunkleren Farbe. Aus schwarzen Schuhen können Sie keine braunen machen, aber hellbraune können Sie erfolgreich in Burgunderrot oder Dunkelblau verwandeln.

Was Sie benötigen

Die Zusammenstellung der Ausrüstung ist der erste Schritt zum Erfolg. Gute Vorbereitung ist die halbe Miete, und die richtigen Chemikalien und Werkzeuge stellen sicher, dass das Ergebnis langlebig und ästhetisch ansprechend ist. Versuchen Sie nicht, mit Hausmitteln abzukürzen – im besten Fall ist das Ergebnis nur von kurzer Dauer, im schlimmsten Fall ruinieren Sie Ihre Schuhe.

Materialien:

  • Schuhe aus Narbenleder: Für dieses Projekt eignen sich Schuhe aus glattem Naturleder. Je heller die Ausgangsfarbe, desto größer ist der Gestaltungsspielraum. Bei Velours-, Nubuk- und Lackleder ist das Projekt schwierig oder unmöglich durchzuführen.
  • Vorbereitungsmittel für Leder: Unverzichtbar, um das alte, werkseitige Finish zu entfernen. Es lohnt sich, ein spezielles Mittel wie Fiebing's Deglazer zu verwenden. Im Notfall kann man es mit reinem Aceton oder Isopropylalkohol versuchen, aber mit großer Vorsicht.
  • Lederfarbe: Hier haben Sie zwei Hauptoptionen.
  • Fiebing's Pro Dye: Eine professionelle, stark penetrierende Farbe auf Alkoholbasis. Sie sorgt für eine sehr haltbare und tiefe Farbe. Sie trocknet schnell und erfordert eine ruhige Hand.
  • Eco-Flo Leather Dye: Eine Farbe auf Wasserbasis. Sie ist schonender für das Leder und für Anfänger einfacher in der Anwendung, da sie langsamer trocknet und Korrekturen ermöglicht.
  • Lederpflege: Nach dem Färben ist das Leder ausgetrocknet. Man muss ihm seine Elastizität und seinen Fettgehalt zurückgeben. Gut geeignet ist z.B. Fiebing's Aussie Leather Conditioner oder ein anderer Balsam auf Basis von Wachsen und Ölen.
  • Schützendes Finish: Eine Schicht, die die Farbe versiegelt, vor Wasser schützt und den endgültigen Glanz (oder Matt-Effekt) verleiht. Eine beliebte Wahl ist Fiebing's Resolene (ergibt ein starkes, glänzendes Finish) oder Fiebing's Atom Wax (eher seidenmatt).
  • Abdeckband: Ein hochwertiges Maler-Kreppband, das keine Klebereste hinterlässt. Sie verwenden es, um die Sohle und andere Elemente zu schützen.
  • Zusätzliches: Baumwolltücher (ein altes T-Shirt ist gut geeignet), Wattepads, Wollpinsel zum Auftragen der Farbe (sog. Wool Daubers), alte Zeitungen oder Folie zum Schutz des Arbeitsbereichs, Nitrilhandschuhe.

Werkzeuge:

  • Rosshaarbürste: Zum Reinigen der Schuhe am Anfang und zum Polieren am Ende.
  • Schuhspanner oder alte Zeitungen: Zum Ausfüllen der Schuhe, damit sie während der Arbeit ihre Form behalten.
  • Kleines Glas oder Schälchen: Um eine kleine Menge der Farbe abzufüllen.

Schritt für Schritt

Arbeiten Sie langsam und methodisch. Jeder Schritt ist wichtig, und Eile ist der Feind eines guten Finishs. Der gesamte Prozess, einschließlich der Trocknungszeiten, kann bis zu zwei Tage dauern.

Schritt 1: Gründliche Reinigung und Vorbereitung

Bevor Sie auch nur daran denken, die Flasche mit der Farbe zu öffnen, müssen Ihre Schuhe makellos sauber sein. Entfernen Sie die Schnürsenkel und setzen Sie Schuhspanner ein oder stopfen Sie die Schuhe fest mit Zeitungspapier aus, damit der Schuh seine Form behält und das Leder gespannt ist. Nehmen Sie dann die Rosshaarbürste und bürsten Sie die gesamte Oberfläche energisch ab. Achten Sie dabei besonders auf Nähte und Falten, wo sich gerne Schmutz und Staub ansammeln. Wenn die Schuhe stark verschmutzt sind, können Sie ein feuchtes Tuch mit etwas Lederseife verwenden, aber denken Sie daran, dass sie nach einer solchen Reinigung vollständig trocknen müssen, was bis zu 24 Stunden dauern kann.

Worauf Sie achten sollten: Stellen Sie sicher, dass die Schuhe zu 100 % trocken sind, bevor Sie zum nächsten Schritt übergehen. Jegliche Feuchtigkeit, die unter der Farbschicht eingeschlossen wird, ist ein sicherer Weg zu Problemen.

Typischer Fehler: Diesen Schritt zu vernachlässigen. Selbst mit bloßem Auge unsichtbare Staubpartikel oder Reste von Schuhcreme können dazu führen, dass die Farbe nicht gleichmäßig in das Leder eindringt, was zu unschönen Flecken und Schlieren führt.

Schritt 2: Entfernen der alten Finish-Schicht

Dies ist der entscheidende Moment des gesamten Prozesses. Die meisten Schuhe aus dem Laden sind mit einer farblosen Finish-Schicht überzogen, die das Leder schützt und ihm Glanz verleiht. Damit die neue Farbe tief in die Narbenseite eindringen kann, müssen Sie diese Barriere entfernen. Ziehen Sie Handschuhe an und öffnen Sie ein Fenster – Präparate wie Deglazer haben einen sehr intensiven Geruch.

Geben Sie eine kleine Menge des Präparats auf ein sauberes Baumwolltuch und beginnen Sie, das Leder des Schuhs mit kleinen, kreisenden Bewegungen abzureiben. Reiben Sie nicht zu stark und tränken Sie das Leder nicht – arbeiten Sie methodisch, Stück für Stück. Sie werden sehen, dass Farbe auf dem Tuch erscheint – das ist die Schutzschicht, die zusammen mit einem Teil des ursprünglichen Pigments entfernt wird. Fahren Sie fort, bis die gesamte Oberfläche des Schuhs matt und leicht „stumpf“ im Griff ist. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Poren des Leders offen und bereit für die Aufnahme der Farbe sind. Warten Sie nach Abschluss etwa 15-30 Minuten, bis die Reste des Präparats vollständig verdunstet sind.

Worauf Sie achten sollten: Arbeiten Sie in einem gut belüfteten Raum. Deglazer ist eine starke Chemikalie. Testen Sie das Präparat an einer unauffälligen Stelle (z. B. auf der Zunge unter den Schnürsenkeln), um sicherzustellen, dass es nicht negativ mit dem Leder reagiert.

Typischer Fehler: Unzureichendes Entfernen des Finishs. Wenn Sie eine Stelle auslassen, wird die Farbe einfach daran abperlen und einen helleren Fleck hinterlassen. Andererseits ist es auch ein Fehler, den Schuh mit Deglazer zu „überschwemmen“, was das Leder austrocknen und dauerhaft beschädigen kann.

Schritt 3: Abkleben von Sohle und Details

Jetzt ist Präzisionsarbeit gefragt. Verwenden Sie Abdeckband, um alle Elemente, die Sie nicht färben möchten, sorgfältig abzukleben. Das betrifft vor allem den Sohlenrand, den Absatz, aber auch Metallösen für die Schnürsenkel oder das Innenfutter, falls es sichtbar ist. Drücken Sie das Band sehr sorgfältig an, besonders am Übergang vom Leder zur Sohle, damit die Farbe nicht unterläuft. Denken Sie auch daran, dass eine penetrierende Farbe die hellen Fäden, mit denen die Schuhe genäht sind, dauerhaft färben wird. Wenn Sie deren ursprüngliche, helle Farbe beibehalten möchten, müssen Sie sie sehr vorsichtig abkleben oder die Farbe weit von den Nähten entfernt auftragen. Dies ist ein mühsamer Schritt, der Ihnen aber später den Ärger beim Reinigen versehentlicher Flecken erspart.

Worauf Sie achten sollten: Verwenden Sie ein hochwertiges Klebeband, das gut an Rundungen haftet und sich nicht von selbst löst. Billige Bänder können Farbe durchlassen oder schwer zu entfernende Klebereste hinterlassen.

Typischer Fehler: Unsauberes Abkleben. Selbst eine kleine Lücke kann dazu führen, dass die Farbe unter das Band läuft und die Sohle auf eine Weise verschmutzt, die sehr schwer oder unmöglich zu entfernen ist.

Schritt 4: Auftragen der ersten, dünnen Farbschicht

Alles bereit? Zeit zum Färben. Schütteln Sie die Flasche mit der Farbe kräftig, damit sich das Pigment gut vermischt. Füllen Sie eine kleine Menge in ein separates Gefäß – tauchen Sie den Applikator niemals direkt in die Flasche, da Sie sonst das gesamte Produkt verunreinigen könnten.

Nehmen Sie einen Wollpinsel (Dauber) oder rollen Sie ein Stück Baumwolltuch zu einem festen Pad. Tauchen Sie es in die Farbe und streifen Sie den Überschuss am Rand des Gefäßes ab. Der Applikator sollte feucht sein, aber nicht tropfen. Beginnen Sie, die Farbe in langen, gleichmäßigen Zügen aufzutragen, am besten in eine Richtung (z.B. von der Spitze zur Ferse). Versuchen Sie nicht, sofort eine vollständige Deckung zu erzielen. Die erste Schicht soll dünn und halbtransparent sein. Ihr Zweck ist es, eine Basis für die nächsten Schichten zu schaffen. Arbeiten Sie schnell, aber ohne Panik. Farben auf Alkoholbasis trocknen blitzschnell, also versuchen Sie, einen bereits aufgetragenen, feuchten Bereich nicht zu korrigieren.

Worauf Sie achten sollten: Beginnen Sie das Färben an schwer zugänglichen Stellen wie dem Bereich um die Zunge oder den Nähten und gehen Sie dann zu den größeren, glatten Flächen über. Dies hilft, Schlieren auf den Hauptteilen des Schuhs zu vermeiden.

Typischer Fehler: Eine zu dicke erste Schicht aufzutragen. Das ist ein sicherer Weg zu Schlieren, Flecken und einer ungleichmäßigen Farbe. Ein zweiter Fehler ist das „Tupfen“ oder „Klopfen“ der Farbe, was dunklere Punkte erzeugt. Die Bewegung sollte fließend und gleitend sein.

Schritt 5: Weitere Schichten und geduldiges Trocknen

Nach dem Auftragen der ersten Schicht wird der Schuh unschön aussehen – blass und ungleichmäßig. Das ist normal. Stellen Sie ihn zum vollständigen Trocknen beiseite. Die Trocknungszeit hängt von der Farbe und der Luftfeuchtigkeit ab – von 30 Minuten für Pro Dye bis zu mehreren Stunden für Eco-Flo. Beschleunigen Sie den Prozess nicht mit einem Heißluftföhn, da Sie das Leder beschädigen könnten.

Wenn die erste Schicht sich trocken anfühlt, können Sie die zweite auftragen, indem Sie genau wie zuvor vorgehen: dünn und gleichmäßig. Sie werden sehen, wie die Farbe tiefer und gleichmäßiger wird. Normalerweise sind 2 bis 4 dünne Schichten erforderlich, um eine vollständige, zufriedenstellende Deckung zu erzielen. Halten Sie zwischen jeder Schicht einen ausreichenden Trocknungsabstand ein.

Worauf Sie achten sollten: Lassen Sie die letzte Schicht 24 Stunden lang trocknen. Die Farbe muss vollständig aushärten und sich mit den Lederfasern verbinden, bevor Sie zu den nächsten Schritten übergehen.

Typischer Fehler: Die nächste Schicht auf eine noch feuchte vorherige aufzutragen. Dies führt dazu, dass sich das Pigment auflöst und verschiebt, was Schlieren erzeugt und die gesamte bisherige Arbeit zunichtemacht. Geduld ist hier der Schlüssel.

Schritt 6: Das Leder nähren, sprich die Lederpflege

24 Stunden nach der letzten Farbschicht wird das Leder trocken und steif sein. Der Deglazer und der Alkohol aus der Farbe haben ihm nicht nur das alte Finish, sondern auch seine natürlichen Öle und Fette entzogen. Jetzt müssen Sie diese wieder zuführen. Nehmen Sie eine kleine Menge Lederpflege auf Ihren Finger oder ein weiches Tuch und reiben Sie es mit kreisenden Bewegungen in das Leder ein. Übertreiben Sie es nicht mit der Menge – es ist besser, weniger aufzutragen und bei Bedarf nachzulegen, als eine fettige Schicht zu erzeugen. Lassen Sie die Schuhe einige Stunden (oder über Nacht) stehen, damit die Pflege tief in die Lederstruktur eindringen und ihre Elastizität wiederherstellen kann.

Worauf Sie achten sollten: Stellen Sie sicher, dass die Farbe zu 100 % trocken ist. Wenn Sie den Schuh mit einem trockenen, weißen Tuch abreiben und keine Pigmentspuren zurückbleiben, können Sie mit der Lederpflege beginnen.

Typischer Fehler: Diesen Schritt auszulassen. Das ist ein sicherer Weg zu Rissen im Leder, besonders an Stellen, wo der Schuh stärker arbeitet (z. B. an der Gehfalte). Die Schuhe werden nicht nur schlecht aussehen, sondern auch ihre Lebensdauer wird drastisch sinken.

Schritt 7: Versiegelung der Farbe und finales Finish

Der letzte Schritt ist das Auftragen einer Schutzschicht, die die neue Farbe vor Abrieb, Ausbleichen und Feuchtigkeit schützt. Eine beliebte Wahl ist Fiebing's Resolene, aber Vorsicht – dies ist ein Mittel, das keine Fehler verzeiht. Es lohnt sich, es im Verhältnis 1:1 mit Wasser zu verdünnen, um Schlieren zu vermeiden.

Tragen Sie eine sehr dünne Schicht des verdünnten Resolene mit einem feuchten Schwamm oder einem Stück Stoff auf. Die Bewegungen sollten schnell und in eine Richtung erfolgen, ohne Korrekturen. Lassen Sie es einige Stunden trocknen. Wenn Sie mehr Glanz wünschen, können Sie eine zweite, ebenso dünne Schicht auftragen. Nach dem vollständigen Trocknen des Finishs (geben Sie ihm mindestens 24 Stunden), können Sie das Abdeckband entfernen, neue oder gewaschene Schnürsenkel einziehen und die Schuhe mit einer Rosshaarbürste polieren, um ihnen den letzten Schliff zu geben.

Worauf Sie achten sollten: Zu dick aufgetragenes Resolene bildet eine steife, plastikartige Kruste auf dem Schuh, die mit der Zeit reißen und abblättern kann. Der Schlüssel ist die Anwendung einer minimalen Produktmenge.

Typischer Fehler: Die Schuhe zu früh zu benutzen. Der gesamte chemische Prozess muss abgeschlossen sein. Gönnen Sie den Schuhen 2-3 Tage Ruhe nach dem Auftragen der letzten Schicht, bevor Sie damit im Regen nach draußen gehen.

Die häufigsten Fehler

Fassen wir die Fallen zusammen, in die man besonders beim ersten Versuch leicht tappen kann.

  • Ungenügende Vorbereitung der Oberfläche. Das ist die Ursünde jedes misslungenen Färbeprojekts. Schmutz, Cremereste oder eine zurückgelassene werkseitige Finish-Schicht sind ein sicherer Weg zu Flecken und Schlieren. Der Schritt mit dem Deglazer ist entscheidend.
  • Der Versuch, die Farbe von dunkel auf hell zu ändern. Penetrierende Farben wirken nicht wie Deckfarben. Wir färben immer in Richtung eines dunkleren Farbtons. Der Versuch, eine gelbe Farbe auf schwarze Schuhe aufzutragen, endet einfach mit schwarzen Schuhen mit einem leichten, seltsamen Glanz.
  • Zu dicke Farbschichten. Der Wunsch, schnell eine vollständige Deckung zu erzielen, führt zur Katastrophe. Die Farbe bildet Schlieren, trocknet ungleichmäßig und kann abblättern. Nur dünne, geduldig aufgetragene Schichten führen zu einem professionellen Ergebnis.
  • Das Auslassen der Lederpflege. Nach dem Entfetten und Färben ist das Leder wie eine Wüste. Ohne die Wiederherstellung seiner Elastizität mit einem guten Balsam wird es an den Knickstellen schnell Risse bekommen.
  • Eile und Ungeduld. Jeder Schritt erfordert Zeit zum Trocknen und Aushärten. Das Auftragen der nächsten Chemikalienschicht auf eine noch feuchte vorherige bedeutet, dass man Inhaltsstoffe vermischt, die nacheinander wirken sollten.

Was kommt als Nächstes?

Sobald Sie die Grundlagen des Färbens beherrschen, steht Ihnen die Welt des Lederhandwerks offen. Sie können anfangen zu experimentieren. Versuchen Sie, einen Patina-Effekt zu erzeugen, indem Sie zwei ähnliche Farbtöne verwenden – tragen Sie den helleren als Basis auf und reiben Sie den dunkleren sanft in die Bereiche um die Nähte und an der Spitze ein, um einen gealterten Look zu erzielen. Sie können auch verschiedene Arten von Finishes ausprobieren, von komplett matt bis hin zu Hochglanz.

Oder vielleicht ist der nächste Schritt, etwas ganz von Grund auf neu zu schaffen? Anstatt alte Schuhe aufzufrischen, versuchen Sie, eine einfache Brieftasche oder ein Kartenetui aus rohem, pflanzlich gegerbtem Leder (Veg-Tan) mit einer Stärke von 1,5 mm zu nähen und es in Ihrer Traumfarbe zu färben. Das ist eine großartige Übung und eine enorme Befriedigung. Wenn Sie nach farblicher Inspiration suchen, schauen Sie sich unsere gelben und orangefarbenen Leder an – gut für mutige, eigene Projekte. Denken Sie daran, dass jedes weitere Färben eine neue Erfahrung ist, die Präzision und Geduld lehrt.

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