Welches Sattlergarn sollte man für die Herstellung von Lederwaren verwenden? Worauf muss man bei der Ausführung von Stichen und Nähten achten? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen finden Sie in diesem Artikel!
Auswahl des richtigen Sattlergarns und seine Anwendung
Beginnen wir mit den Grundlagen: Was verwenden wir zum Nähen von Leder? Herkömmliche Nähgarne sind in den allermeisten Fällen ungeeignet. Sie sind zu empfindlich, was zu schnellem Reißen und einer geringen Haltbarkeit des Endprodukts führt.
Für die Lederverarbeitung sollte man spezielles Sattlergarn verwenden, wie zum Beispiel gewachstes Polyestergarn von Slam oder das dickere Polyestergarn Vinymo MBT. Hochwertiges Sattlergarn wird aus Polyesterfasern hergestellt. In der Regel ist es zusätzlich von außen gewachst. Dadurch zeichnen sich diese Produkte durch eine außergewöhnliche Reißfestigkeit aus und erleichtern das Nähen von Leder. Darüber hinaus verfärben sich solche Garne bei der chemischen Reinigung nicht, was bei der Herstellung von Lederbekleidung von entscheidender Bedeutung ist.
Garnstärke und der Abstand der Prickeisen
Ein entscheidender Aspekt ist die Wahl der richtigen Parameter. Die gängigsten Garnstärken sind 0,6 mm, 0,8 mm und 1,0 mm. Diese müssen präzise auf den Abstand der Prickeisen abgestimmt werden, der standardmäßig 3 mm, 4 mm, 5 mm oder 6 mm beträgt. Dünnere Garne (z. B. 0,6 mm) passen gut zu einem Abstand von 3 mm und 4 mm, während dickere Varianten (0,8 mm und 1,0 mm) sich für Prickeisen mit einem Abstand von 5 mm und 6 mm eignen.
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Die Sattlernaht (Saddle Stitch) und die Zwei-Nadel-Technik
Die traditionelle Sattlernaht ist die Grundlage für eine dauerhafte Verbindung von Lederteilen. Sie erfordert die Anwendung der Zwei-Nadel-Technik mit einem einzigen Faden. Die Nadeln werden abwechselnd durch dasselbe Loch geführt, wodurch eine Verflechtung entsteht, die sich nicht auftrennen lässt – selbst wenn der Faden an einer Stelle durchscheuert, bleibt die gesamte Naht intakt. Für die korrekte Ausführung dieser Naht sind entsprechend vorbereitete Löcher und ein gleichmäßiges Anziehen des Fadens von beiden Seiten unerlässlich.








