Womit und wie reinigt man ein Lederportemonnaie – Lederpflege?
Ein Lederportemonnaie sollte am besten mit einer speziellen Sattlerseife gereinigt werden, die Schmutz effektiv von der Narbenseite entfernt. Anschließend wird das Material mit einem Balsam, einer Lederpflege oder reinem Klauenöl genährt, um die Elastizität wiederherzustellen und es vor Rissen zu schützen.
Für die regelmäßige Reinigung von Glattlederartikeln verwenden wir Sattlerseife (Saddle Soap). Dies ist ein Mittel, das nicht nur oberflächlichen Schmutz abwäscht, sondern auch die Poren des Leders öffnet. Der Vorgang ist relativ einfach: Mit einem feuchten Schwamm oder einer weichen Rosshaarbürste tragen wir etwas Seife auf und massieren die Oberfläche des Portemonnaies sanft in kreisenden Bewegungen. Es entsteht ein leichter Schaum, der die angesammelten Verunreinigungen herauszieht. Anschließend nehmen wir den überschüssigen Schaum mit einem sauberen, leicht angefeuchteten Baumwolltuch ab und lassen das Portemonnaie bei Raumtemperatur trocknen. Wir legen es weder auf die Heizung noch in die Sonne, da ein zu schnelles Trocknen dazu führt, dass die Fasern schrumpfen und die Narbenseite irreversibel reißt.
Bei der Lederpflege wird oft das Innere des Portemonnaies vergessen. Wenn die inneren Fächer mit der rauen Fleischseite (also der Unterseite des Leders) belassen sind, reicht es aus, diese vorsichtig trocken mit einer harten Bürste auszubürsten, um Staub und kleine Partikel zu entfernen. Wenn die Kanten der Fächer zuvor mit einem Kantenhobel (Edge Beveler) in der Größe #1 abgerundet und mit Tokonole versiegelt wurden, wischen wir sie lediglich mit einem trockenen Mikrofasertuch ab, um ihre Glätte wiederherzustellen. Das Innere darf unter keinen Umständen mit Wasser oder Seife befeuchtet werden, um die Struktur des empfindlicheren Materials nicht zu schwächen.
Nach dem gründlichen Reinigen und Trocknen der Narbenseite wird das Leder matt und muss erneut eingefettet werden. Hier kommt die Lederchemie ins Spiel, wie etwa eine Lederpflege auf Bienenwachsbasis oder reines Klauenöl (Neatsfoot Oil). Wir reiben eine dünne Schicht des Präparats mit den Fingern oder einem Baumwolltuch ein, geben ihm dann einige Stunden Zeit zum Einziehen und polieren den Überschuss ab. Wie oft sollte man diese Behandlung wiederholen? Meistens reicht es aus, dies alle halbe Jahre zu tun oder sobald man eine deutliche Austrocknung des Materials bemerkt. Ein zu häufiges Auftragen von Lederpflege ist ein häufiger Fehler – es führt zur Übersättigung des Leders mit Fetten. Das Leder wird dann schlaff, fühlt sich klebrig an und zieht noch mehr Staub an. In extremen Fällen können sich sogar Nähte lösen, die mit Polyestergarn wie Slam oder Vinymo MBT genäht wurden, da sich die Löcher der Nahteisen unter Belastung zu stark dehnen.
Es lohnt sich auch, daran zu denken, aus welchem Material das Portemonnaie gefertigt wurde. Artikel aus pflanzlich gegerbtem Leder mit einer Stärke von 1,5 mm nehmen Öle wunderbar auf, was zu einem leichten Nachdunkeln und einer edlen Patina führt. Im Gegensatz dazu hat chromgegerbtes Leder, aus dem die meisten Fabrikmodelle genäht werden, eine geschlossene Narbenseite. Ein solches Material nimmt Wachse oder Öle überhaupt nicht in die Tiefe seiner Struktur auf – das Präparat bleibt als fettiger Film auf der Oberfläche. Bei Chromleder reicht es völlig aus, es mit einem feuchten Tuch und ein wenig mildem Reinigungsmittel abzuwischen, ohne dass fortschrittliche Lederpflegeprodukte angewendet werden müssen.
Kurz gesagt
- Verwende Sattlerseife. Dies ist ein sicheres und bewährtes Mittel, um Schmutz von Glattleder zu entfernen.
- Denke an das Innere. Bürste die raue Fleischseite in den Fächern trocken mit einer Bürste aus und vermeide es, sie mit Wasser zu befeuchten.
- Fette in Maßen ein. Trage Lederpflege einmal im halben Jahr auf; zu viel Fett dehnt das Leder und schwächt die Nähte.
- Trockne natürlich. Eine heiße Heizung ist der Feind von nassem Leder – sie verursacht das Reißen der Narbenseite und das Versteifen der Fasern.







