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Womit macht man ein Loch in den Gürtel?
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Womit macht man ein Loch in den Gürtel?

Womit macht man ein Loch in den Gürtel?

Ein Loch in einem Ledergürtel macht man am besten mit einem runden Locheisen aus Stahl und einem Holz- oder Rohhauthammer, oder man verwendet eine Revolver-Lochzange. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, den Durchmesser des Lochs präzise an die Dicke des Schnallendorns anzupassen und auf einer geeigneten, stoßdämpfenden Unterlage zu arbeiten, um die Schneide des Werkzeugs nicht zu beschädigen.

Der angehende Handwerker greift meistens zur Lochzange. Dieses Werkzeug ähnelt einer massiven Zange mit einem drehbaren Kopf, an dem sich in der Regel sechs Lochpfeifen mit unterschiedlichen Durchmessern befinden, meist von 2 mm bis 4,5 mm. Sie bewährt sich hervorragend bei dünneren Materialien. Wenn du an einem fertigen, weichen Ledergürtel aus chromgegerbtem Leder mit einer Dicke von etwa 2 mm arbeitest, reicht es aus, die Griffe fest zusammenzudrücken. Die Situation ändert sich jedoch, wenn ein massiver Riemen aus pflanzlich gegerbtem Leder mit einer Stärke von 4 mm auf der Werkbank landet. Hier reicht die bloße Handkraft oft nicht mehr aus, und das Biegen des dicken Materials in den Backen der Lochzange beschädigt die Ränder des Lochs. Dann kommt die schwerere Artillerie zum Einsatz: das Locheisen aus Stahl. Du setzt es senkrecht auf die Narbenseite des Leders und schlägst mit einem Hammer aus Kunststoff oder Rohhaut darauf. Die Schneide durchtrennt das Material komplett und hinterlässt ein perfekt rundes, sauberes Loch, das bereit ist, den Dorn der gewählten Gürtelschnalle aufzunehmen.

Das Werkzeug selbst ist jedoch nur die halbe Miete. Der häufigste Fehler ist das Lochen auf einer falschen Unterlage. Ein Schlag mit dem Locheisen auf einer nackten Werkbank aus Holz macht die Schneidekante des Werkzeugs sofort stumpf, während das Arbeiten auf einem weichen Teppich die Fleischseite einreißt. Lege immer eine Schneidematte oder ein dickes Stück Lederreste unter den Gürtel. Bei der Planung der Verstelllöcher empfiehlt es sich, den Standardabstand einzuhalten und die nächsten Löcher im Ledergürtel alle 25 mm (ein Zoll) zu stanzen. Denke auch daran, dass die Löcher zur Weitenregulierung das eine sind, das Hauptloch für den Dorn der Gürtelschnalle jedoch eine andere Herangehensweise erfordert. Anstelle eines gewöhnlichen, runden Lochs verwenden Feintäschner und Sattler an dieser Stelle Langlocheisen. Ein solches Langloch sorgt dafür, dass sich der Metalldorn frei bewegen kann und flach auf dem Leder aufliegt, ohne beim Schließen Falten zu werfen.

Viele Hobbybastler versuchen, ein Loch im Gürtel mit einer Schere, einem Nagel oder der Messerspitze zu machen. Das ist der direkte Weg, das Material zu ruinieren. Echtes Leder steht unter großer Spannung, besonders im Bauchbereich. Ein einfaches Einschneiden der Fasern mit einem Messer führt dazu, dass sich der Schlitz beim Tragen des Gürtels weitet, bis das Leder schließlich komplett reißt. Ein fachgerecht ausgeführtes Loch muss ein rundes Stück des Materials physisch entfernen. Nur eine glatte, geschlossene Kante, die mit einem scharfen Locheisen ausgestanzt wurde, gewährleistet die nötige Zugfestigkeit.

Kurz gesagt

  • Passe das Werkzeug an die Lederdicke an. Die Lochzange ist praktisch für dünnes Leder, aber bei dickeren Riemen (z. B. 4 mm) sind ein Locheisen aus Stahl und ein Hammer die bessere Wahl.
  • Achte auf die Unterlage. Verwende immer eine stoßdämpfende Unterlage (Schneidematte oder ein Stück dickes Leder), um die Schneide des Locheisens nicht stumpf zu machen.
  • Wähle die richtige Lochform. Der Platz für den Dorn der Gürtelschnalle sollte am besten mit einem Langlocheisen ausgestanzt werden, was ein flaches Aufliegen des Verschlusses erleichtert.
  • Verwende niemals ein Messer. Ein mit einer Schere oder einer Klinge gemachtes Loch schneidet lediglich die Fasern ein, was unter Spannung zum Einreißen des Gürtels führt.
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