Goldene Lederfarbe ist meist ein oberflächenwirksames Acrylpräparat, das – im Gegensatz zu klassischen, eindringenden Lederfarben – auf dem Narben eine dauerhafte, flexible und metallische Schicht bildet. Sie dient zum Bemalen von Details, Kanten und zur Gestaltung ausdrucksstarker Verzierungen auf Lederwaren.
Was zeichnet goldene Lederfarbe aus?
Die meisten Präparate, die Leder eine goldene Farbe verleihen, basieren auf Wasser und Acrylharzen. Herkömmliche Lederfarben auf Alkohol- oder Ölbasis dringen in die Materialstruktur ein und färben die Fasern von innen, können jedoch schwere, glänzende Metallpigmente nicht transportieren. Deshalb müssen goldene, silberne oder kupferne Farben oberflächenwirksam sein. Nach dem Trocknen bilden sie einen dünnen, wasserfesten Film, der sich mit dem Material biegt.
Stell dir eine klassische Lederfarbe vor wie Tee, der in Papier eindringt, während goldene Lederfarbe eher wie dicker Zuckerguss auf Lebkuchen wirkt – sie bleibt an der Oberfläche und bildet eine neue, deutlich spürbare Schicht. Aus diesem Grund decken Acrylfarben sehr stark und können das natürliche Vollnarbenleder vollständig bedecken sowie kleine Makel oder Verfärbungen des Materials verbergen.
Klingt einfach, erfordert aber eine geeignete Vorbereitung des Materials. Goldene Acrylfarbe kann sowohl auf rohes pflanzlich gegerbtes Leder als auch auf chromgegerbtes oder werksseitig fertig behandelte Leder aufgetragen werden. Bei Letzteren ist der Schlüssel zum Erfolg das gründliche Entfetten und Entfernen alter Deckschichten vor dem Bemalen. Dadurch erhält die Oberflächenfarbe die richtige Haftung auf dem Narben, und das goldene Pigment reißt beim Biegen des Materials nicht.
Wo eignet sich goldene Lederfarbe?
Metallische Oberflächenfarben eröffnen dem Handwerker völlig neue kreative Möglichkeiten:
- Verzierungen und Monogramme: Bemalen von Initialen, floralen oder geometrischen Mustern auf Geldbörsen und Taschen.
- Kantenveredelung: Einige dicke Acrylfarben eignen sich als Alternative zu klassischen Kantenfarben und verleihen dem Rand des Gürtelriemens ein edles Aussehen.
- Ausfüllen von Prägungen: Goldene Lederfarbe betont tiefe Verzierungen und gestempelte Muster auf pflanzlich gegerbtem Leder mit einer Dicke von mindestens 2 mm (z.B. bei der Verzierung von Messerscheiden oder Notizbuchumschlägen).
- Renovierung von Beschlägen: Kaschieren von Abriebstellen an Lederteilen, die mit messingfarbenen Schnallen oder Nieten in Kontakt kommen.
Wie wählt man aus und worauf sollte man achten?
Achte bei der Suche nach goldener Lederfarbe auf deren Verwendungszweck. Gute Lederfarben müssen hochflexibel sein. Gewöhnliche Acrylfarben für Künstler (für Leinwand oder Papier) werden auf einem arbeitenden Gürtelriemen oder einer Geldbörse schnell reißen. Speziell für Sattler entwickelte Präparate enthalten spezielle Weichmacher, die ein Abbröckeln der Schicht beim Biegen verhindern.
Führe vor dem Auftragen der goldenen Lederfarbe immer einen Test an einer unauffälligen Stelle oder einem Materialrest durch, um die Haftung zu prüfen und sicherzustellen, dass der Goldton (der kühl, gelb oder antik sein kann) zu deiner Projektvision passt. Denk daran: Bei werksseitig fertig behandelten Ledern ist es notwendig, vorher die Schutzschicht zu entfernen und die Oberfläche zu entfetten.
Produkte aus unserem Sortiment
CraftPoint bietet eine große Auswahl an Chemikalien zur Personalisierung und Färbung von Lederprojekten:
- Lederfarben – volles Sortiment an Präparaten zum Farbwechsel, inklusive Oberflächen- und Kantenfarben.
- Fiebing's – Produkte der geschätzten amerikanischen Marke, die Sattlerchemie anbietet.
- Tokonole – japanisches Mittel zur Kanten- und Fleischseitenveredelung. Es dient als endgültige Veredelung und darauf wird keine Kantenfarbe aufgetragen (die Farbe wird direkt auf die rohe Kante aufgetragen).
- Wachse und Öle – Präparate zum Schutz von Lederabschnitten, die du nicht bemalen möchtest.







