Lederfarbe für Polster ist ein spezielles chemisches Mittel, das meist auf Basis elastischer Polyurethan- oder Acrylharze hergestellt wird und zur Renovierung sowie zum Farbwechsel von Möbel- und Autoledern dient. Im Gegensatz zu herkömmlichen, eindringenden Färbemitteln bildet diese Art von Lederfarbe auf der Lederoberfläche einen dauerhaften, biegsamen Film, der Abriebstellen und Mikrorisse überdeckt. Die empfohlene Dicke einer einzelnen Schicht liegt bei etwa 0,1 mm, die Trocknungszeit zwischen den Schichten beträgt in der Regel 2 bis 4 Stunden.
Arten und Eigenschaften von Lederfarbe für Polster
Polsterleder besteht fast ausschließlich aus chromgegerbten Häuten, die im Herstellungsprozess bereits werksseitig mit starken Lacken ausgerüstet wurden. Aus diesem Grund nehmen sie keine klassischen alkohol- oder ölbasierten Lederfarben an, die einfach von der Oberfläche ablaufen würden. Lederfarbe für Polster wirkt anders – sie haftet fest auf der Deckschicht und deckt sie vollständig ab.
Stellen Sie sich diese Lederfarbe wie einen elastischen, farbigen Verband vor, der die Lederfasern dicht umhüllt. Selbst wenn Sie sich in einen Sessel setzen und das Material stark gedehnt und geknickt wird, arbeitet dieser „Verband“ mit ihm zusammen, ohne zu reißen oder abzublättern. Genau diese Elastizität ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Renovierung.
Klingt einfach und ist es auch – vorausgesetzt, Sie bereiten die Oberfläche richtig vor. Das Auftragen von Lederfarbe auf fettige, schmutzige oder nicht angeschliffene Leder führt dazu, dass die Schicht nach wenigen Tagen Nutzung abblättert. Der Vorgang erfordert den Einsatz starker Reiniger (z. B. Aceton oder spezielle Entfetter), um die Poren des Leders zu öffnen und der Lederfarbe die nötige Haftung zu geben.
Wofür verwenden Sie Lederfarbe für Polster?
Oberflächenfarben dieser Art haben einen sehr spezifischen Einsatzzweck, der sich auf Renovierung und Auffrischung konzentriert.
- Ledersessel und -sofas: Überdecken von Abriebstellen an Armlehnen und Sitzflächen, Wiederherstellung der ursprünglichen Farbe von Möbeln.
- Autoinnenraum: Erneuerung der Seitenwangen von Sitzen, die beim Ein- und Aussteigen ständiger Reibung ausgesetzt sind.
- Lenkräder und Schaltknäufe: Regeneration von Teilen, die durch Schweiß und Handreibung abgenutzt sind (erfordert zusätzlichen Klarlack).
- Schuhe und Taschen aus korrigiertem Narbenleder: Farbwechsel oder Auffrischung stark oberflächenbehandelter Leder, die keine klassischen Färbemittel aufnehmen.
Wie wählen Sie aus und worauf sollten Sie achten?
Achten Sie bei der Wahl des Renovierungsmittels auf seine Basis. Hohe Haltbarkeit bieten Polyurethan-Lederfarben, da sie sehr widerstandsfähig gegen Abrieb und Temperaturschwankungen sind. Wichtig ist die Wahl des richtigen Farbtons – bei Autopolstern wird die Farbe oft anhand der Fahrzeug-Fahrgestellnummer (VIN) bestimmt, um eine perfekte Übereinstimmung mit dem restlichen Innenraum zu erzielen.
Denken Sie daran, dass Lederfarbe allein oft nicht ausreicht. Renoviersysteme bestehen in der Regel aus drei Schritten: Reiniger (Entfetter), Basisfarbe und Decklack (Top Coat), der den endgültigen Glanzgrad (matt, seidenmatt oder glänzend) verleiht und die Farbe vor Abrieb schützt. Fehlt der Decklack, nutzt die Lederfarbe schnell ab und kann auf Kleidung abfärben.
Produkte aus unserem Sortiment
CraftPoint führt keine typischen Acryl-Lederfarben für Autopolster, aber für ähnliche Effekte bei kleineren Lederwarenprojekten empfehlen wir folgende Chemie aus unserem Sortiment:
- Lederfarben – breite Auswahl an Färbemitteln und Lederfarben für verschiedene Lederarten.
- Fiebing's – professionelle Lederchemie, darunter penetrierende Färbemittel und Präparate für pflanzlich gegerbtes Leder.
- Wachse und Öle für Leder – Mittel zur Pflege und Weichmachung ausgetrockneter Naturleder.
- Lederwerkzeug – Zubehör für die Arbeit mit Chemikalien, wie Schwämme und Applikatoren.







