Lederbürste ist ein grundlegendes Pflegewerkzeug, meist mit weichen Rosshaaren, das zum sicheren Entfernen von Staub, Schmutz und Verunreinigungen von der Oberfläche von Lederwaren dient. Regelmäßiges Bürsten verlängert die Lebensdauer des Materials und bereitet es optimal auf das Auftragen von Wachsen oder Pflegepasten vor.
Aufbau einer Lederbürste
Eine hochwertige Sattlerbürste ist ein Werkzeug, das Effektivität mit Sanftheit verbinden muss. Stellen Sie sich die Narben (Narbenseite) wie einen empfindlichen, leicht porösen Schwamm vor. Eine harte Bürste mit synthetischen Borsten würde wie Schleifpapier wirken und dauerhafte Mikrokratzer hinterlassen. Natürliche, dichte Borsten hingegen wirken wie hunderte mikroskopisch kleiner Besen, die Sand aus den kleinsten Winkeln fegen, ohne das Narben zu beschädigen.
Am meisten geschätzt werden Bürsten aus Rosshaar. Sie sind natürlich elastisch, laden sich nicht statisch auf und können das aufgetragene Wachs durch Reibung leicht erwärmen, was die Aufnahme erleichtert. Der Bürstenkörper besteht meist aus Buchenholz, das gut in der Hand liegt und auch bei intensivem Polieren nicht rutscht.
Für die einen ist es eine großartige Lösung, für andere ein unnötiges Gadget. In einer professionellen Sattlerwerkstatt ist es jedoch eine absolute Notwendigkeit, besonders vor dem Verpacken des fertigen Produkts für den Kunden. Es entfernt Staub nach dem Kantenfasen und verleiht dem Leder den letzten, sanften Glanz.
Wofür wird eine Lederbürste verwendet?
Die Bürste kommt in vielen Phasen der Werkstattarbeit sowie bei der täglichen Pflege zum Einsatz.
- Vorbereitung zur Pflege: Entfernen von Staub aus den Poren des Leders vor dem Auftragen von Pflegebalsamen.
- Polieren von Wachsen: Schnelle, kräftige Bewegungen mit der Bürste erwärmen das Wachs und verleihen dem Leder einen tiefen Glanz.
- Entstauben in der Werkstatt: Wegfegen von Wildlederresten und Staub nach dem Kantenschneiden (Skiving).
- Pflege von Wildleder und Nubuk: Aufkämmen der Fasern mit speziellen Bürsten (oft mit zusätzlichem Messingdraht), um die matte Struktur des Materials wiederherzustellen.
Wie wählt man die richtige Bürste und worauf sollte man achten?
Bei der Suche nach der passenden Bürste sollten Sie billige Modelle mit Nylon- oder Kunststoffborsten weiträumig meiden. Diese sind zu steif und können die empfindlichen Narben, insbesondere bei Pull-up-Leder, dauerhaft zerkratzen. Wählen Sie ausschließlich Produkte mit natürlichen Rosshaaren oder Wildschweinborsten.
Achten Sie auf die Dichte der Borstenbestückung. Je dichter die Bürste, desto besser und gleichmäßiger poliert sie die Oberfläche. Es lohnt sich, mindestens zwei Bürsten in der Werkstatt zu haben: eine ausschließlich zum Entstauben und eine speziell zum Polieren der aufgetragenen Pasten und Wachse. Wenn man diese beiden Rollen vermischt, reibt die schmutzige Bürste Sand direkt in die frische Pflege ein. Zusätzlich sollte bei der Verwendung von farbigen Pasten auf eine strikte Trennung der Werkzeuge geachtet werden – verwenden Sie separate Bürsten für helle und dunkle Farben, um unerwünschte Verfärbungen auf dem Leder zu vermeiden.
Produkte aus unserem Sortiment
CraftPoint hat derzeit keine eigenen Bürsten im Angebot, aber für die vollständige Pflege und Reinigung von Leder empfehlen wir professionelle Chemie aus unserem Sortiment:
- Wachse und Lederöle — Präparate, die sich nach dem Auftragen hervorragend mit einer weichen Bürste polieren lassen.
- Fiebing's Produkte — Professionelle Finish-Chemie, einschließlich Antik-Finish-Pasten.
- Tokonole — Japanisches Präparat zum Glätten von Kanten, das nach dem Entstauben der Ränder aufgetragen wird.
- Pflanzlich gegerbtes Leder — Premium-Materialien, die eine entsprechende, sanfte Pflege erfordern.







