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Was sind Lederreste?
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Was sind Lederreste?

Lederreste sind unregelmäßige Materialstücke, die nach dem Zuschnitt der Hauptelemente aus einer großen Haut oder einem Spaltleder übrig bleiben. Trotz ihrer geringeren Größe behalten sie alle physikalischen und chemischen Eigenschaften großer Häute, was sie zu einem sehr guten Material für die Herstellung kleiner Lederwaren und zum Erlernen neuer handwerklicher Techniken macht.

Was zeichnet Lederreste aus?

In einer professionellen Sattlerei oder Lederwerkstatt ist die Erzeugung von Lederresten ein natürlicher Produktionsschritt. Naturleder hat unregelmäßige Kanten, und die Schnittoptimierung erlaubt nie eine hundertprozentige Nutzung der Fläche.

Für die einen ein Nachteil, für die anderen ein Vorteil. Große Betriebe behandeln Lederreste als Produktionsabfall, für Hobbyisten und kleine Werkstätten sind sie jedoch ein äußerst wertvoller Rohstoff. Diese Stücke können eine Fläche von wenigen Quadratzentimetern bis zur Größe eines A4-Blatts haben. Ihre Dicke variiert und hängt davon ab, aus welchem Teil des Tieres die Zuschnitte stammen – Reste aus dem Nackenbereich sind dick und steif, während die aus den Flanken (Weichen) meist dünner und flexibler sind. Wissenswert ist, dass Lederreste oft in Gewichtspackungen (z. B. 1-kg-Mixe) verkauft werden, was dem Kunden den Kaufprozess erleichtert und den Erwerb verschiedener Stücke in einem Set ermöglicht.

Die Arbeit mit Lederresten erlaubt große Experimentierfreiheit. Da dieses Material deutlich günstiger ist als ganze Häute, nimmt es dem Handwerker den Druck, teuren Rohstoff zu verderben. Genau an Lederresten testet man neue Schläge mit dem Prickeisen, prüft die Deckkraft von Lederfarbe oder lernt, wie man Tokonole korrekt auf Kanten aufträgt.

Wo werden Lederreste eingesetzt?

Unregelmäßige Lederstücke haben viele praktische Anwendungen in der täglichen Arbeit des Ledermachers:

  • Kleine Lederwaren: Herstellung von Schlüsselanhängern, Lesezeichen, kleinen Etuis für Schlüssel oder Münzen.
  • Konstruktionselemente: Zuschneiden von Gürtelschlaufen, Verstärkungen unter Nieten, Unterlegscheiben für Druckknöpfe und Schnappverschlüsse.
  • Chemietests: Überprüfung, wie das Leder auf eine bestimmte Lederfarbe, ein Wachs oder Lederöl reagiert, bevor sie auf das eigentliche Projekt aufgetragen werden.
  • Werkzeugkalibrierung: Probeschnitte mit dem Ledermesser oder Prüfen der Schärfe eines Kantenhobels an der jeweiligen Materialdicke.
  • Handwerkserlernung: Hervorragendes Übungsfeld, um die gleichmäßige Führung der Sattlernaht zu trainieren.

Wie wählt man aus und worauf sollte man achten?

Bei der Auswahl von Lederresten für Ihre Projekte müssen Sie deren Verwendungszweck genau bestimmen. Am wichtigsten ist die Gerbmethode. Wenn Sie Muster nass formen oder das Material einfärben möchten, suchen Sie nach Resten aus pflanzlich gegerbtem Leder mit einer Dicke von mindestens 2 mm. Stücke aus Nappaleder eignen sich dagegen hervorragend für weiche Einsätze oder kleine Geldbörsen, lassen sich aber nicht dauerhaft formen oder deren Kanten sauber polieren.

Achten Sie auch auf die in Millimetern angegebene Dicke. Zum Testen von Stanzwerkzeugen und zum Erlernen des Nähens eignen sich Stücke mit einer Dicke von 1,5 mm bis 2,0 mm. Zu dünne Reste (unter 1,0 mm) können unter dem Stanzwerkzeug knittern, was Anfängern das Lernen erschwert. Sehr dicke Reste (über 3 mm) erfordern hingegen den Einsatz einer Sattlerahle, um alle Schichten zu durchstechen.

Produkte aus unserem Sortiment

CraftPoint bietet vor allem ganze Zuschnitte und Häute aus Leder an, aber unsere kleineren Panels eignen sich hervorragend für Projekte, für die man normalerweise Lederreste sucht:

  • Pflanzlich gegerbtes Leder – sehr gut für kleinere Zuschnitte zum Erlernen des Prägens und Färbens.
  • Maya-Leder – das Vorzeigeleder unseres Shops, erhältlich in Panels, ideal für kleine Lederwaren.
  • Rindsleder – breite Auswahl an Materialien mit unterschiedlicher Dicke und Oberfläche.
  • Lederwerkzeug – alles, was Sie zur Bearbeitung kleiner Lederstücke benötigen.

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