Lederriemen für Taschen sind lange, schmale Streifen aus echtem Leder, die dazu dienen, eine Tasche über der Schulter oder diagonal zu tragen. Sie verteilen das Gewicht des gesamten Gepäcks und sind ein wichtiges gestalterisches Detail jedes Taschenprojekts. Ein gut gestalteter Riemen entscheidet über den Tragekomfort des fertigen Produkts.
Wie ist ein Lederriemen für Taschen aufgebaut?
Stellen Sie sich den Taschenriemen wie eine Hängebrücke vor – er muss flexibel genug sein, um sich dem Gewicht natürlich anzupassen und sich dem Körper anzuschmiegen, aber gleichzeitig stark genug, um nicht zu reißen oder sich unter Last übermäßig zu dehnen. Aus diesem Grund werden für die Herstellung strapazierfähige Lederpartien verwendet, meist das Kernstück oder der Nackenbereich.
Die Kanten des Riemens sind besonders der Reibung an Kleidung ausgesetzt. Bei pflanzlich gegerbtem Leder werden die Kanten zunächst gefast (z. B. mit einem Kantenhobel #2) und anschließend poliert. Das Glätten der Kanten verhindert das Ausfransen und schützt die Kleidung vor Ziehfäden. Weiches, chromgegerbtes Leder erfordert hingegen eine Versiegelung mit spezieller Kantenfarbe, da seine lockerere Struktur sich nicht zum Polieren eignet.
Für die einen ein Nachteil, für die anderen ein Vorteil – helles pflanzlich gegerbtes Leder am Riemen dunkelt mit der Zeit durch Schweiß und Sonneneinstrahlung stark nach und nimmt eine tiefe Patina an. Bei eleganten, hellen Taschen kann dies den ursprünglichen Charakter verändern, weshalb hier oft werksgefärbte und versiegelte Leder gewählt werden, die ihre Farbe stabil halten.
Wie trägt man einen Lederriemen für Taschen?
Lederriemen in der Taschenmacherei gibt es in verschiedenen Formen, je nach Taschenart:
- Crossbody-Riemen: Lange Riemen (oft 110–130 cm), die ein diagonales Tragen der Tasche ermöglichen. Meist mit einer Gürtelschnalle zur Längenverstellung ausgestattet.
- Schulterriemen: Kürzere und breitere Riemen (oft über 3 cm Breite), die für das Tragen schwererer Shopper-Taschen auf einer Schulter konzipiert sind.
- Austauschriemen: Werden mit Karabinerhaken befestigt und ermöglichen einen schnellen Wechsel des Taschenstils.
- Kurzgriffe: Kurze Riemen, die direkt in den Korpus von Akten- und Handkoffern eingenäht oder genietet sind.
Wie wählt man aus und worauf sollte man achten?
Entscheidend ist die Wahl der richtigen Materialdicke. Für einen Standard-Taschenriemen sollte Leder mit einer Dicke von 2,5 mm bis 3 mm gewählt werden. Zu dünnes Leder (unter 2 mm) dehnt und rollt sich unschön, während zu dickes Leder (über 3,5 mm) eher an einen schweren Gürtel erinnert und auf der Schulter unbequem ist.
Die Breite des Riemens passen Sie an die Größe der Tasche und die geplante Belastung an. Für kleine Abendtaschen reicht eine Breite von 1,5 cm. Große Citytaschen benötigen Riemen mit einer Breite von 2,5 cm bis 4 cm. Denken Sie auch an die passenden Beschläge – die Breite des Karabinerhakens oder der Gürtelschnalle muss exakt der Breite des zugeschnittenen Lederriemens entsprechen.
Produkte aus unserem Sortiment
- Pflanzlich gegerbtes Leder – geeignetes Material für Riemen, lässt sich gut an den Kanten bearbeiten.
- Gürtelschnallen – unverzichtbare Beschläge zur Herstellung von Riemen mit Längenverstellung.
- D-Ringe – Metall-Halbringe, die in den Taschenkorpus eingenäht werden und zur Befestigung des Riemens dienen.
- Tokonole – japanisches Präparat zur effektiven Glättung der Riemenkanten.
- Ledernieten – gute Alternative zum Nähen, ermöglicht eine schnelle Montage des Riemens.







