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Was sind Amann Nähgarn?
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Was sind Amann Nähgarn?

Amann Nähgarn stammt vom deutschen Unternehmen Amann Group, einem weltweit führenden Hersteller von Hochleistungsnähgarnen und Stickgarnen. Es steht für Präzision, Festigkeit und Zuverlässigkeit und wird in der Bekleidungsindustrie, der Automobilbranche, der Schuhindustrie sowie in der anspruchsvollen Lederverarbeitung eingesetzt – hauptsächlich beim Maschinennähen.

Was zeichnet Amann Nähgarn aus?

Die Marke Amann ist bekannt für ihr umfangreiches Portfolio an Spezialgarnen, die jeweils für bestimmte Anwendungen optimiert sind. Sie zeichnen sich durch mehrere Schlüsseleigenschaften aus:

  • Material: Beliebte Serien wie Serafil bestehen aus endlosen Polyesterfilamenten (Polyester Continuous Filament), die Serie Onyx aus Polyamid. Das bedeutet, dass es sich nicht um gezwirnte Garne aus kurzen Fasern handelt. Stattdessen ähneln sie im Mikromaßstab einem Kletterseil – sie bestehen aus mehreren parallelen, starken Einzelfäden, die zusammen eine glatte Einheit bilden.
  • Festigkeit: Industrielle Amann Garne zeichnen sich durch extreme Reißfestigkeit, Abriebfestigkeit und UV-Beständigkeit aus. Dies ist entscheidend bei stark beanspruchten Produkten wie Autositzen, Schuhen oder Möbelpolstern.
  • Gleichmäßigkeit: Jede Spule Amann Nähgarn bietet die gleiche Farbe und Stärke – unverzichtbar für die Serienproduktion.

Und nun stellt sich die entscheidende Frage für den Handwerker: Brauche ich Industriegarn für das Handnähen? Obwohl Amann Nähgarn durchaus für das Handnähen verwendet werden kann (nach eigenem Wachsen), liegt seine Hauptstärke im Maschinennähen. Für die Handarbeit sind oft fabrikmäßig gewachste und flachgepresste Garne praktischer, die speziell für diese Technik entwickelt wurden.

Wo wird Amann Nähgarn eingesetzt?

Amann Nähgarn wird aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften hauptsächlich für das Maschinennähen in anspruchsvollen Projekten gewählt:

  • Automobilindustrie: Nähen von Polstern, Airbags, Sicherheitsgurten.
  • Schuhindustrie: Herstellung von Trekking-, Arbeits- und Businessschuhen.
  • Maschinelle Lederverarbeitung: Großserienproduktion von Taschen, Rucksäcken und Accessoires.
  • Technische Textilien: Nähen von Schutzkleidung, Segeln, Zelten.

Im Handwerk können sie für Projekte verwendet werden, die eine hohe Nahtfestigkeit erfordern, jedoch sind sie oft weniger verbreitet als Garne, die speziell für die Arbeit mit Nadel und Ahle entwickelt wurden.

Wie wählt man das richtige Garn aus und worauf sollte man achten?

Bei der Auswahl des Garns sollten Sie auf Stärke, Material und Verwendungszweck achten. Im Industriesystem wird die Stärke durch die metrische Nummerierung (Nm), das Tex-System oder Denier (den) angegeben. Für den Handwerker, der von Hand näht, ist es wesentlich einfacher und intuitiver, mit der Stärke in Millimetern zu arbeiten (z. B. 0,6 mm, 0,8 mm, 1,0 mm). Beim Maschinennähen von Leder wird gerne Serafil 20 (entspricht ca. 0,4–0,5 mm) oder Serafil 40 (ca. 0,3 mm) gewählt.

Für das Handnähen von Leder empfiehlt sich die Wahl von Polyestergarn, das fabrikmäßig gewachst ist. Das Wachs erleichtert das Durchgleiten des Fadens durch das Leder, schützt vor Ausfransen und „zementiert“ die Naht in den Löchern, was die Haltbarkeit und Ästhetik erhöht.

Produkte aus unserem Sortiment

CraftPoint führt derzeit kein Amann Nähgarn im Sortiment, da wir uns auf Garne konzentrieren, die für das Handnähen optimiert sind und bei Handwerkern und Hobbyisten sehr beliebt sind. Als bewährte Alternativen empfehlen wir:

  • Slam Nähgarn – Unser Flaggschiff-Produkt. Flache, gewachste Polyesterfäden in vielen Stärken und Farben. Ideal für das Handnähen von Leder mit der Zwei-Nadel-Technik.
  • Vinymo MBT Nähgarn – Japanische, leicht gedrehte und geleimte Polyesterfäden mit ausgezeichnetem Ruf. Sie sind sehr stark und werden von Profis für einen präzisen, runden Stich geschätzt.
  • Gewachstes Leinengarn – Die klassische Wahl für Vintage- und Premium-Projekte. Leinengarn harmoniert wunderbar mit pflanzlich gegerbtem Leder.

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