Lederpflegeset für Naturleder ist eine komplette Zusammenstellung chemischer Pflegemittel, die in der Regel Reinigungsmittel, konditionierende Öle und schützende Wachse umfasst und der Pflege und dem Schutz von Lederwaren dient. Richtig ausgewählte Pflegeprodukte verhindern das Austrocknen der Fasern, das Reißen des Narbens und schützen das fertige Produkt vor Feuchtigkeit und Schmutz.
Aufbau eines Pflegesets für Naturleder
Professionelle Lederpflege basiert auf drei Säulen: Reinigung, Fettung und Schutz. Ein komplettes Set sollte auf jede dieser Anforderungen eingehen. Naturleder, insbesondere pflanzlich gegerbtes Leder, arbeitet ständig und reagiert auf die Umgebung. Mit der Zeit verliert es seine natürlichen Öle, wodurch es steif und anfällig für mechanische Beschädigungen wird.
Stellen Sie sich ungeschütztes Leder wie rissige Hände bei Frost vor. Ein Pflegeset wirkt hier wie milde Seife, tiefenwirksame Feuchtigkeitscreme und schützender Handschuh in einem. Zuerst entfernen wir Verunreinigungen aus den Poren, dann bringen wir Nährstoffe tief in die Struktur ein und versiegeln das Ganze mit einer Schutzschicht, die die Feuchtigkeit im Inneren hält und Wasser von außen blockiert.
Ein klassisches Set enthält Sattelseife (Saddle Soap), die Schmutz schonend entfernt, ohne das Material drastisch auszutrocknen. Ein weiterer Bestandteil ist Öl (z. B. Neatsfoot-Öl, also Lederöl), das tief in Fleischseite und Narben eindringt und die Elastizität wiederherstellt. Das letzte Glied sind Balsame und Pasten auf Basis von Bienenwachs oder Carnaubawachs.
Ein häufiger Fehler von Anfängern ist das Auftragen dicker Wachsschichten auf schmutziges, ausgetrocknetes Leder. Das Wachs verschließt die Poren, befeuchtet aber die Fasern nicht, sodass das Material trotzdem mit der Zeit reißt. Die Reihenfolge der Anwendung ist entscheidend für die Langlebigkeit jeder Geldbörse oder jedes Gürtels.
Wozu dient ein Pflegeset für Naturleder?
Richtig zusammengestellte Lederpflegemittel bewähren sich in vielen Werkstatt- und Haushaltsszenarien:
- Regelmäßige Pflege: regelmäßige (z. B. alle sechs Monate) Reinigung und Fettung von Gürtelriemen (z. B. 3–4 mm dick), Taschen und Geldbörsen (z. B. 1,5 mm dick).
- Endbearbeitung neuer Projekte: Auftragen einer Schutzschicht auf rohes pflanzlich gegerbtes Leder (z. B. 2 mm dick) kurz vor der Übergabe an den Kunden.
- Weichmachung dicker Leder: Auftragen von reinem Öl auf steifes Rindsleder (z. B. 3–4 mm dick), um das Formen und Biegen zu erleichtern.
- Restaurierung alter Gegenstände: Wiederbelebung ausgetrockneter, rissiger Messerscheiden oder Holster (z. B. 3 mm dick) durch mehrstufiges, langsames Fetten.
Wie wählen und worauf achten?
Bei der Zusammenstellung der Pflegemittel müssen Sie die Art des Leders berücksichtigen, mit dem Sie arbeiten. Pflanzlich gegerbtes Leder ist sehr saugfähig. Es nimmt Öle und Wachse leicht auf, wird aber gleichzeitig schnell dunkel. Wenn Ihnen an einem hellen, natürlichen Farbton des Rindsleders liegt, vermeiden Sie schwere tierische Öle und wählen Sie leichtere synthetische Balsame oder spezielle Cremes.
Chromgegerbtes Leder sowie fabriklackierte und stark oberflächenbehandelte Leder (z. B. einige farbige Leder) nehmen Pflegemittel nicht auf die gleiche Weise auf. In diesem Fall ist eine tiefe Ölung zwecklos, da die Chemikalien in der Deckschicht stoppen. Diese Lederarten nehmen weder Wachse noch Farben an, daher beschränken Sie sich in diesem Fall auf das Polieren des Narbens und die Kantenbearbeitung.
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- Wachse und Öle für Leder – Kategorie, in der Sie Pflegemittel zum Fetten und Schützen fertiger Lederwaren finden.
- Pflanzlich gegerbtes Leder – Materialien, die hervorragend auf traditionelle Pflegesets reagieren und schön patinieren.
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- Fiebing's Produkte – anerkannte Lederchemie, darunter Farben und Präparate zur Kantenbearbeitung.







